Vita

Momo Lijsen arbeitet als freie Schriftstellerin, Lektorin, Pädagogin und Kulturvermittlerin in München. Sie ist Autorin bei literarisch-musikalischen Projekten, tritt mit Lesungen im Münchner Literaturhaus, an der Universität München, der Musikhochschule Köln u.v.m. an die Öffentlichkeit und veröffentlichte Prosatexte und Lyrik in Literaturzeitschriften (Balkon, Das Gedicht (Anton Leitner) und der Anthologie vom Ulrich-Grasnick-Literaturpreis) und auf Plattencovern, die sie auch gestaltete. Als Kulturredakteurin beim Münchner Rundfunksender M94.5 veröffentlichte sie selbstverfasste Hörspiele. Beim 48-Stunden-Filmfest 2025 wurde ihr Kurzfilm vorgeführt.

Momo Lijsen ist Literatur-, Theater- & Filmwissenschaftlerin (Magister Atrium, LMU München) und ausgebildete Pädagogin und Radioredakteurin; sie hatte mehrere Jahre lang die Leitung der Hörspielsendung Radiobühne inne.

Sie nahm teil an Meisterkursen der Illustratoren Quint Buchholz und Aljosha Blau und der Filmemacher Werner Herzog und Doris Dörrie, am Autor*Innenseminar Manuskriptum (Literaturhaus München) bei Uwe Tim, am TheaterautorInnenseminar bei Werner Fritsch (Prinzregententheater München) und einem Drehbuchseminar (Filmhochschule München) und an kunsthandwerklichen Workshops (Siebdruck, weitere Drucktechniken, Buchbinden u.a.). Derzeit studiert sie Aktzeichnen an der Kunstakademie München bei Jörg Besser.

Projekte

Moda Bächli

Eva Bächli, Daniel Geßner und Momo Lijsen bilden ein Trio aus Gesang, Klavier und Sprache.

Sie umkreisen, kreuzen und treffen sich in vielfältigen Bahnen. Momo Lijsen trägt ihre Texte vor, mal im Wechsel mit der frei improvisierten Musik, mal sind sie Teil von ihr.

Bächli und Geßner hatten sich an der Kölner Musikhochschule kennengelernt, haben dort Pop und Jazz miteinander gespielt und sich von mannigfaltigen Strömungen hin- und herziehen lassen. Als improvisierendes Duo forschen sie seit einiger Zeit an einer gemeinsamen Klangsprache - aber auch daran, den natürlichen Flow ihres Musizierens zu hinterfragen und erweitern. “War das zu sehr Musical?” hat Eva einmal bei einer Probe gefragt. Es war noch zu wenig! Und klingt nach außen hin doch eher nach Improv-Kunstlied, Joni Mitchell oder Monk.

Bächli benutzt gerne Vokalisen, doch irgendwann war klar: Wörter und Sätze müssen her. Die Sprachkünstlerin Momo Lijsen stieß dazu, die mit Geßner seit 15 Jahren immer wieder zusammengearbeitet hat. Der surrealistische Sog ihrer Bilder und Laute bereichert die gemeinsame Arbeit, die in gegenseitiger Rückkopplung funktioniert. Alle drei streben nach dem direkten sinnlichen Ausdruck und wollen mutig sein im Suchen.

“Der Efeu schiebt sich auf das geteerte Flachdach gegenüber

Die Pelle eines Wurstrades baumelt“

Anstoß der Trio-Arbeit ist das Gefühl der Unmöglichkeit, sich überhaupt sprechend zu vermitteln. Wie soll man den Reichtum äußerer und innerer Welten in Worten wiedergeben? Die sensibelste Begegnung - „feinverästelt zwischen Wurzelspitzen“ - bedeutet, sich zu treffen und doch verfehlen zu müssen.

„Ich komme nicht zu Wort

Verneine

Entführt zu werden“

“Überirdisch und doch verschlüsselt hängt die Bartflechte den Ästen an”

“Das Hochhaus

liegt nachts horizontal im Bett und zählt seine Steine”

(Text: Daniel Gessner, Verse: Momo Lijsen)

Mad Zeppelin, die Lesebühne in der Brücke zwischen den Häusern der Kammerspiele

Die Lokführerinnen der Schreibateliers im Kulturbahnhof & die Lady von der Lesebühne der Treppenbar bilden eine kleine, gruselige Schreibgruppe und flüstern sich ins Ohr; frühstücken nachmittags mondän; hüllen sich ins halbseidene Gewand des Worts: in den rauhen, schweren, leuchtenden Stoff -Atlas, Brokat-, zerren prächtige Fäden unverschämt heraus, verkabeln neu:

Fellteile, Süßigkeiten, Kotzbrocken, Rattenjungen, Katzenzungen.

Selbst in der langen, erzählerischen Form sind sie Lyrik Lovers: Tanja Wagner, Momo Lijsen, Lisa Lipp. Überraschungsgast: Ayna Steigerwald. Einlass 19:30, Beginn 20 Uhr.

Text: Momo Lijsen (Moderatorin & Art Directrice bei Mad Zeppelin)

Auftritte

nächste Auftritte

17.04.2026

Lesung

17:30 Uhr

vergangene Auftritte

09.04.2026

Lesung

19:00 Uhr

Bilderbuch

Mein Name ist Orsino
Ein Buch, das Kindern in Not Mut macht- und ihren Freund*innen

Der kleine Stoffbär Orsino lernt auf dem Spielplatz das freundliche Menschenkind Juni kennen und fasst Vertrauen zu ihm. So traut er sich, ihm seine Geschichte zu erzählen. Juni weiß, was zu tun ist.

Mein Name ist Orsino ist ein sanftmütiges und warmherziges Buch, das Kindern, die häuslicher Gewalt ausgeliefert sind, Mut macht, sich jemandem anzuvertrauen und Hilfe zu holen.

Es ist ein Buch, das die Freund*innen und Pädagog*innen dieser Kinder dabei unterstützt, Betroffene zu erkennen, und Mut macht, ihnen zuzuhören und zu helfen: eine Chance für Kinder in Not.

Mein Name ist Orsino ist geeignet für Kitas, Praxen für Kinderpsychologie sowie ähnliche Einrichtungen und viele andere Leser*innen - ab 4 Jahre.

Kontakt & Booking

© Momo Lijsen
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